Compact Flash

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TranscendMit den fallenden Preisen bei Compact Flash Karten scheint sich in den letzten Wochen und Monaten im Amiga Bereich ein wahrer Boom entwickelt zu haben. Ein Trend, dem ich natürlich auch einmal in der Praxis auf den Grund gehen möchte und mir dazu für meinen Amiga 1200 eine 32 GB Compact Flash Karte von Transcend besorgte.

Die Vorteile einer Compact Flash Karte im Amiga sind vielfältig und überzeugend zugleich. Während man heutzutage keine Festplatten mehr unter 40 GB bekommt und diese Grösse im Amiga für viele Zwecke einfach überdimensioniert sind, sind Compact Flash Karten ab 512 MB geradezu ideal und zudem mit wenigen Euros sehr erschwinglich.

Die einfache Handhabung beim Datenaustausch als Wechseldatenträger mittels PCMCIA Compact Flash Adapter oder CardReader über USB sind ein weiterer Pluspunkt. Hinzu kommen ausserdem noch die typischen Eigenschaften wie geringer Stromverbrauch, ein praktisch geräusch- und verschleissfreier Betrieb sowie die sehr geringe Abwärme und Abmessungen der Karten. Mittels handelsüblichen Compact Flash IDE Adaptern lassen sich diese auch problemlos im Amiga als Festplatte installieren und nutzen. Die Einrichtung erfolgt dabei mit den gleichen Schritten, wie sie bei einer herkömmlichen Festplatte der Fall sind. Während dem Betrieb wird sich ein weiterer Vorteil dieser Flash-basierten Karten bemerkbar machen – die sehr hohe Zugriffsgeschwindigkeit.

Der Datendurchsatz hängt hier wie auch schon bei Festplatten von der verwendeten Schnittstelle ab. Während ich bei der Nutzung der internen IDE Schnittstelle im Amiga 1200 unter Zuhilfenahme eines IDEfix Express Adapters max. 3 MB/s erreichte, kletterten die Werte über die SCSI Schnittstelle des SCSI Kit IV meiner Blizzard 1260 auf über 8 MB/s im Lesezugriff. Beim Schreibzugriff jedoch gingen hier die erreichten Werte meiner Transcend Karte auf etwa 6 MB/s zurück. Im Betrieb als Wechseldatenträger über die PCMCIA Schnittstelle am Amiga 600/1200 wird man sich allerdings mit etwa 2 MB/s abfinden müssen.

Zwar wurde meine Karte auf Anhieb erkannt und arbeitet zuverlässig, jedoch kann es mitunter passieren, das andere Karten den Dienst im Amiga verweigern. Dies kann daran liegen, das einige Hersteller ihre Karten ab Werk als Wechseldatenträger konfigurieren und sie somit als Festplattenersatz disqualifizieren, sofern es kein entsprechendes Tool gibt, das die Karte in den Fixed Mode schalten kann. Auch der noch recht hohe Preis bei grösseren Compact Flash Karten gegenüber Festplatten mag das Gesamtbild noch etwas trüben, aber das wird sich in Zukunft sicherlich noch ändern. Die hier getestete Karte von Transcend bekommt deshalb von mir 3 von 5 Checkmarks.

Meine Wertung: checkmark_3

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