RapidRoad USB

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RapidRoad USBNachdem uns E3B in der Vergangenheit mit vielen USB-Lösungen für unsere Amiga Modelle versorgt hat, aber leider seit ein paar Jahren restlos ausverkauft ist, folgt nun Individual Computers in dessen Fußstapfen.

RapidRoad heißt die nun diese erste USB-Karte und wird in 2 Varianten angeboten. Einmal als etwas vergünstigte Version für den Erweiterungsanschluß der X-Surf 100, welche auch nur darauf läuft und einmal als Vollversion, die sowohl auf Amiga 1200 kompatible Uhrenports als auch auf einer X-Surf 100 ihren Dienst verrichtet.

Lieferumfang

Je nach gewählter Variante, gibt es auch kleine Unterschiede im Lieferumfang. Während die Vollversion mit einem schönen Plexiglas auf Ober- und Unterseite, Flachbandkabel, Stromkabel, Erdungskabel und USB-Ports daherkommt, verzichtet die günstigere X-Surf 100 Version darauf und wird neben der RapidRoad nur mit Anleitung geliefert. Die zugehörige Software muss von der Herstellerseite selbst heruntergeladen werden, was für Amiga Rechner ohne Interverbindung oder der Möglichkeit eines Datenaustausches etwas schwierig wird. Hier hätte ich mir noch eine Diskette mit der wichtigsten Software gewünscht.

Hardware

Die RapidRoad wird mit einem schönen weißen Platinenanstrich geliefert und ist nur etwas größer als die Subway USB von E3B. Die Stromversorgung der Karte erfolgt entweder über den Erweiterungsanschluss einer X-Surf 100 oder über den angebrachten Stromanschluss für Diskettenlaufwerke, wenn sie über den Uhrenport angeschlossen wird. Die Karte wird also somit nicht wie bei der Subway USB über den Uhrenport mit Strom versorgt, was positiv anzumerken ist in hinblick auf die Stabilität. Auch das beiligende Erdungskabel der Uhrenportversion sollte vom Anwender verwendet werden, selbst wenn die Karte auch ohne damit problemlos ihre Arbeit macht. Erfreulich ist auch der eingebaute Verpolungsschutz, der visuell über eine weiß leuchtende LED entsprechende Rückmeldungen ausgibt. War die Subway USB seinerzeit noch in einem Schrumpfschlauch vor Kurzschlüssen geschützt, so bekam die RapidRoad in der Uhrenportversion hier transparente Plexiglasplatten auf Ober- und Unterseite verpasst, was dem ganzen einen recht edlen und hochwertigen Eindruck gibt.

Software

Wie auch schon die vergangenen Produkte von E3B wird auch die RapidRoad von Poseidon unterstützt und kann somit auf eine hohe Kompatibilität zu USB-Geräten zurückgreifen. Aktuell wird hierzu Poseidon 4.5 angeboten, welches bei Individual Computers heruntergeladen werden kann. Alle meine USB-Geräte wurden problemlos erkannt und verrichteten brav ihren Dienst. Dabei kamen verschiedene optische Mäuse von Logitech, ein Multicard-Reader von Delock, eine Festplatte von WesternDigital, ein USB-Stick von Intenso und ein ZIP-Laufwerk von Iomega zum Einsatz. Erfreulich ist, das der Treiber auch die erweiterten Uhrenports, wie z.B. vom Zorro-IV Busboard oder dem Clockport Expander unterstützt.

Leistung

Für mich der wohl überraschendste Punkt in diesem Bericht – die Leistung. Ich habe die RapidRoad in der Uhrenpostversion für meinen Amiga 1200 gekauft und mir war somit klar, das der Datendurchsatz somit nicht die Werte wie an einer X-Surf 100 liefern wird. Ich war mit der Leistung der Subway USB schon recht zufrieden und hatte mir eigentlich die gleichen Werte erhofft mit vielleicht leicht besseren Resultaten. Nach den ersten Tests war ich jedoch sehr überrascht, wie schnell die RapidRoad im Gegensatz zur Subway läuft und dabei absolut stabil bleibt.

Multicard Reader ZIP Laufwerk
RapidRoad 557 kb/s lesen 537 kb/s schreiben 533 kb/s lesen 527 kb/s schreiben
Subway 303 kb/s lesen 248 kb/s schreiben 295 kb/s lesen 246 kb/s schreiben
USB Stick
RapidRoad 552 kb/s lesen 505 kb/s schreiben
Subway 303 kb/s lesen 240 kb/s schreiben

Alle Tests erfolgten auf einem Amiga 1200 mit ACA1231/42 MHz und Poseidon 4.5 unter AmigaOS 3.1

Fazit

Die RapidRoad in der getesteten Uhrenportversion ist ein würdiger Nachfolger der Subway USB und stellt diese wahrlich in den Schatten. Die Verarbeitung und Ausstattung ist einwandfrei, lediglich die fehlende Treiberdiskette im Lieferumfang ist verbesserungsfähig. Ich würde mir jetzt noch eine Zorro-Variante mit Flash wünschen, um das hinterlassene Loch der Deneb zu füllen.

Meine Wertung:

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